Galerie Anne Moerchen

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Mit seinen Fotoinszenierungen provoziert Frank Ehemann (1957) den Betrachter zum Nachdenken um Realität von Phantasie und Traumwelt zu trennen, zu erfassen und zu deuten. Dies gelingt nicht mit einem schnellen Blick. Frank Ehemann inszeniert seine Werke:  er erfaßt mit der Kamera Details wie Steine, Tiere, Früchte und Personen, meist Frauen, und setzt diese einzelnen fotografischen Fragmente dramaturgisch so zusammen, daß die fertige Fotografie eine Geschichte oder eine Situation erzählt, sobald man sich als Betrachter darauf einläßt.

Radomir (1951) ist ein Maler, der eine ganz eigene Art hat, Menschen in seinen Bildern  darzustellen. Es kommt oft zu skurrilen Situationen auf der Leinwand. Der Mensch, als seltsames Mysterium, steht immer im Mittelpunkt: Er wird gezeigt oder erwartet, oder man hat den Moment, ihn zu treffen, verpasst. Radomir schafft Situationen, die oft surreal sind und den Betrachter erst einmal befremden oder zwingen, seinen Gedanken freies Spiel zu lassen.

Beide Künstler, Frank Ehemann und Radomir, sind unabhängig voneinander über einen längeren Zeitraum mit Salvador Dali zusammengetroffen und dessen surreales Oevre hat in gewisser Weise Einfluß auf ihre Kunst genommen.

Kiddy Citny (1957) war zu Zeiten der Berliner Mauer ein engagierter „Mauermaler“, der mit seinen typischen herzförmigen Köpfen - viele davon mit einer Krone und einem Lächeln - gegen die Brutalität und die Absurdität dieses „antifaschistischen Schutzwalls“ protestierte und zu einem Symbol der neuen Einheit wurden. Im Mittelpunkt seines Werks stehen emotionale Botschaften und führen in eine Welt voller Humanität, Liebe, Sinnlichkeit und Poesie. Einige siener bemalten Mauerstücke befinden sich vor dem UN Gebäude in New York, dem Leipziger Platz Berlin und vor dem Märkischen Museum Berlin.