
Am 14. September 2011 eröffne ich in meiner Galerie die Ausstellung „Modularität“ des Leipziger Künstlers Martin Kreim.
Modularität ist die Aufteilung eines Ganzen in Teile. Einzelne Komponenten lassen sich unterschiedlich zu einem Ganzen kombinieren. Durch die Modularität von komplexen Systemen läßt sich deren Verständlichkeit erhöhen. Martin Kreims Interieurs wirken auf den ersten Blick surreal und verwirrend, bei genauerer Betrachtung jedoch entdeckt man die Wiedererkennbarkeit der von ihm verwendeten Komponenten.
„Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht der Mensch, mit oder auch ohne seine Abbildung. Die Umgebung des Stadtmenschen und seine Verknüpfung mit dem Umfeld interessiert mich.
Hier eröffnet sich durch die Verzerrung des Raums oft ein kompakter Lebensraum einer Wohnzelle - ein Zitat unseres Lebens.“ Martin Kreim
Martin Kreim, geb. 1963 in Tschechien, hat von 1996 – 2001 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst im Leipzig bei Prof. Sighard Gille und Arno Rink Malerei studiert und 2001 sein Diplom in der Klasse von Prof. Gille und Arno Rink gemacht. Seit 2002 arbeitet er als freischaffender Künstler in Leipzig. Bereits 2009 hat ihn meine Galerie mit der Ausstellung „Gut-Schein“ dem Hamburger Publikum präsentiert.
Gille und Rink vermittelten über die Wende hinaus die Tradition der figurativen Malerei der Leipziger Schule. Auch Martin Kreim ist ein typischer Vertreter dieser Tradition.
Unter dem Begriff Leipziger Schule sind meist die Maler gemeint, die Ende der 90er Jahre an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei den Professoren Sighard Gille und Arno Rink studiert haben.
Mit ihren Schülern ist jetzt die „junge“ oder auch „Neue Leipziger Schule“ international erfolgreich und ein bekanntes Label: Sie knüpften an die gegenständliche Malerei des magischen Realismus von Bernhard Heisig und Werner Tübke an, die zur ersten bekannten Generation der Leipziger Schule gehören.
Nach dem international gigantischen Erfolg des Rink- und Heisig-Schülers Neo Rauch kamen auch jüngere Künstler wie Tim Eitel, Matthias Weischer, Tilo Baumgärtel oder David Schnell zu internationalen Ruhm und großer Nachfrage und machten den Begriff „Neuen Leipziger Schule“ in Europa und den USA bekannt.
Malerei von Felix Eckardt, Royal Nebeker, Hennie van der Vegt,
Hans Due, Martin Kreim, Ryo Kato, Michael Sazarin,
Pejman Ebadi
Malerei Fotografie Skulptur
Da aufgrund der Einzelausstellungen über das Jahr verteilt, viele Künstler der Galerie nicht gezeigt werden können, habe ich mich entschlossen Einblick in ihre Arbeiten in dieser Workshow zu präsentieren. Diese Ausstellung schafft die Möglichkeit Werke neuer und bekannter Künstler der Galerie nebeneinander sichtbar zu machen.
Hierbei geht es mir nicht darum „farblich abgestimmte Kunst“ zu zeigen, sondern um die Möglichkeit, unterschiedliche Malerei wirken zu lassen, die durchaus im krassen Gegensatz zueinander stehen kann. Somit wird ausgewähltes Potential der in der Galerie vertretenen Kunst innerhalb einer Ausstellung erfaßt und „zugänglich“ gemacht.

23. November 2011 - 28. Januar 2012
"Shapes and Shadows" - Sculptures
Eröffnung: 23. November 19 - 21 Uhr
Ausstellung: 24. November 2011 - 28 Januar 2012
