Galerie Anne Moerchen

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Burkhard Driest

Burkhard Driest – Schnell trifft dich der Pfeil – Malerei 1986 – 2013

Ausstellung im Valentinskamp 70 – Emporio – 20355 Hamburg:

Fr. 1. Nov. 12 – 19 Uhr, 2. Nov. 12 – 18 Uhr, 3. Nov. 12 – 17 Uhr

9. November 2013 – 28. Februar 2014: Ausstellung in den Galerieräumen in der Milchstraße

Burkhard Driest ist ein bekannter Film - und Bühnenschauspieler, Drehbuchautor und Autor von zahlreichen Romanen.

Als junger Mann schrieb er im Gefängnis – 3 Wochen später hätte er sein mündliches juristisches Staatsexamen gehabt - den Roman "die Verrohung des Franz Blum", der mit ihm und Jürgen Prochnow in den Hauptrollen verfilmt wurde.
Er hat unter R. W. Fassbinder gespielt und mit Werner Herzog gedreht sowie mit Franco Nero und Jeanne Moreau vor der Kamera gestanden. Er hat mit Peter Zadek das von ihm geschriebene Musical ANDY am Schauspielhaus mit inszeniert und ist vielen durch die legendäre Talkshow „Je später der Abend“ 1974 mit Romy Schneider bekannt.

Dass Burkhard Driest zeitlebens intensiv malt, ist den wenigsten Menschen bekannt. Erst seit 2010 zeigt er seine Werke öffentlich.

Der Vater richtet ihm ein Atelier ein, als er sieben Jahre alt wurde, mit 17 beginnt er professionell zu malen.
Driest wurde 1939 in Stettin geboren und erlebte hautnah die Grauen des Krieges. Diese Erlebnisse, die ihn nachhaltig beschäftigen, finden sich auch in einigen seiner Bilder wieder.

Mit Wucht bringt er die Farbe auf die Leinwand, immer wieder sind es Körper, die er abbildet. Aber es ist keine Feier des Körperlichen. Die Beweglichkeit der Körper und deren Sinnlichkeit sind für ihn Herausforderung für die formale Gestaltung eines Bildes. Viele seiner Bilder haben politische Themen. Er antwortet auf die Vergangenheit Europas und Deutschlands, weil ihn die Zukunft Europas bewegt. Schließlich auch die Bezüge zur eigenen Biographie, selbstironisch in den Bildern versteckt, z.B. im Zyklus „Romy“, von denen er zum ersten Mal einige Werke preisgibt. Akademisch geschult ist Driest nicht, aber man erkennt seine Lehrer in seinen Werken. Die Expressionisten, Kirchner etwa, die Bildsprache Gaugins, auch die Art Brut und nicht zuletzt Andy Warhol – die Begegnung mit dessen Werk inspirierte ihn nachhaltig.

Zitat Burkhard Driest:

Manche sagen, noch mehr als den um sich greifenden Utilitarismus, der immer nach dem Zweck fragt, habe der Relativismus unseren Sinn für Schönheit zerstört. Denn alles sei jetzt nur noch eine Frage des Geschmacks. – Mich tangierte das nur in der Literatur (Jean Genet), der Film als teures Produkt war ohnehin im Griff der Märkte, und die Malerei betrieb ich ganz allein für mich. In den Neunzigern und nach 2000 änderten dann drei Dinge meine Haltung. Das eine war die Faszination, die Andy Warhol auf mich ausübte, das andere die Un-Möglichkeit fotorealistisch zu malen und das Dritte die Empörung über eine schwächliche Politik, die dabei ist, Europa zu Grunde zu richten.